Die Honorare in diesem Beruf klingen verlockend – und sind real, aber nur für den, der sie sich erarbeitet. Schauen wir nüchtern auf die Zahlen und darauf, was am Ende übrig bleibt.
Die üblichen Stundensätze
Laut dem Freelancer-Kompass 2026 liegt der durchschnittliche Stundensatz deutscher Freelancer bei rund 100 Euro, im Bereich Marketing und Kommunikation bei etwa 94 Euro. Einsteiger rechnen zunächst mit 40 bis 60 Euro, Erfahrene mit 80 Euro aufwärts. Zum Vergleich: Ein angestellter Social-Media-Manager verdient laut StepStone rund 32.000 bis 46.000 Euro brutto im Jahr.
Warum der Retainer das Ziel ist
Der eigentliche Charme dieses Berufs liegt im monatlichen Retainer – einem festen Betrag für die laufende Betreuung. Der beginnt je nach Umfang bei 500 bis 800 Euro pro Kanal und erreicht bei komplexeren Mandaten 2.000 Euro und mehr. Anders als bei einer einmaligen Website oder einem Logo brauchen deine Kunden dich jeden Monat wieder. Wer drei, vier solche Verträge hat, hat planbaren, wiederkehrenden Umsatz – die Grundlage für ein stabiles Einkommen.
Der ehrliche Blick auf die Kosten
Vom Honorar gehen Steuern, Krankenversicherung, Altersvorsorge, Werkzeuge und unbezahlte Akquisezeit ab. Die Faustregel der Branche: Dein Stundensatz sollte mindestens doppelt so hoch liegen wie der Nettostundenlohn, den du dir wünschst. Wer wie ein Angestellter kalkuliert, zahlt drauf. Wie du Preise setzt, Retainer aufbaust und nicht in die Stundenfalle gerätst, rechnet der Quick Guide „Selbstständig als Social-Media-Manager" durch.
Quellen
- Freelancer-Kompass 2026 (freelancermap) und Branchenangaben: durchschnittlicher Freelancer-Stundensatz rund 100 €, Marketing/Kommunikation ~94 €; monatliche Retainer 500–2.000 €+. socialmediaakademie.de
- Gehaltsreport StepStone: angestellte Social-Media-Manager rund 32.000–46.000 € brutto/Jahr. stepstone.de