Die Gewerbesteuer klingt bedrohlicher, als sie für die meisten Einzelunternehmer ist: 24.500 € Gewinn sind komplett frei, und was darüber anfällt, wird größtenteils auf die Einkommensteuer angerechnet. Hier siehst du, was in deiner Gemeinde wirklich hängen bleibt – oft ist es weniger, als du denkst.
Einordnung
Der Freibetrag fängt die meisten Gründer ab: 24.500 € Gewinn pro Jahr sind für Einzelunternehmer gewerbesteuerfrei. Wer im ersten Jahr 20.000 € Gewinn macht, zahlt: nichts. Die Angst vor der Gewerbesteuer ist bei kleinen Gewinnen schlicht unbegründet.
Die Anrechnung ist der unbekannte Teil: Was du an Gewerbesteuer zahlst, wird bis zum Vierfachen des Steuermessbetrags auf deine Einkommensteuer angerechnet. Praktisch heißt das: Bis zu einem Hebesatz von 400 % bekommst du die Gewerbesteuer über die Einkommensteuer fast vollständig zurück. Erst der Anteil über 400 % – also in teuren Großstädten – kostet dich wirklich Geld.
Freiberufler zahlen gar keine: Wer freiberuflich eingestuft ist (beratende, unterrichtende, künstlerische Tätigkeiten), ist von der Gewerbesteuer komplett befreit – und spart sich auch die Gewerbeanmeldung samt IHK-Beitrag. Die Einstufung ist deshalb bares Geld wert und kein Formalismus. Was wann gilt, steht im Wissensartikel: Gewerbe oder Freiberufler? Die Entscheidung mit Folgen.
Hinweis: Dieser Rechner liefert eine Orientierung mit den Rechengrößen 2026, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Verbindliche Zahlen liefert dir ein Steuerberater oder die zuständige Stelle. Stand: Juni 2026.