Rechner & Werkzeuge
Stand: Juni 2026

Kleinunternehmer-Rechner.
Lohnt sich die Regelung für dich?

Keine Umsatzsteuer ausweisen klingt verlockend – kostet dich aber den Vorsteuerabzug auf alles, was du einkaufst. Ob die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG für dich ein Gewinn oder ein Verlustgeschäft ist, hängt von zwei Dingen ab: deinen Ausgaben und deinen Kunden. Beides rechnest du hier durch.

Deine Zahlen
Einschätzung
Dein Vorsteuerverlust als Kleinunternehmer:  € pro Jahr.
Der Rechenweg
  1. Grenzen-Check (25.000 € / 100.000 €):
  2. Entgangene Vorsteuer auf Ausgaben:
  3. Kundenstruktur:
Seit 2025: Wird die 100.000-€-Grenze im laufenden Jahr überschritten, endet die Regelung sofort mit dem überschreitenden Umsatz – nicht erst zum Jahresende. Die Umsatzgrenze ist der Gesamtumsatz, nicht der Gewinn.

Die Regelung ist ein Werkzeug, kein Geschenk.

Für wen sie sich rechnet: Dienstleister mit Privatkunden und wenig Einkauf. Der Nachhilfelehrer, die Tierbetreuerin, der Babysitter – kaum Ausgaben, also kaum Vorsteuerverlust, und gegenüber Privatkunden ein echter Preisvorteil von 19 %: Du kannst günstiger anbieten als die regelbesteuerte Konkurrenz oder bei gleichem Preis mehr behalten.

Für wen sie zur Falle wird: Wer viel investiert – Werkzeug, Fahrzeug, Maschinen – verschenkt auf jeden Einkauf 19 % Vorsteuer. Und wer für Unternehmen arbeitet, hat vom fehlenden USt-Ausweis gar nichts: Geschäftskunden ziehen die Vorsteuer ohnehin ab, denen ist dein Bruttopreis egal. Manche nehmen Kleinunternehmer sogar weniger ernst.

Der Wechsel ist eine Einbahnstraße mit Wartezeit: Wer freiwillig zur Regelbesteuerung optiert, ist fünf Jahre daran gebunden. Deshalb lohnt es sich, die Entscheidung am Anfang einmal richtig zu durchdenken statt sie nebenbei im Gründungsformular anzukreuzen.

Die Details mit Beispielen und den Fallstricken beim Grenzübertritt stehen im Wissensartikel: Kleinunternehmerregelung: Wann sie sich lohnt – und wann nicht.

Hinweis: Dieser Rechner liefert eine Orientierung mit den Rechengrößen 2026, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Verbindliche Zahlen liefert dir ein Steuerberater oder die zuständige Stelle. Stand: Juni 2026.