Die häufigste Existenzkrise junger Selbstständiger ist kein schlechtes Geschäft, sondern der erste Steuerbescheid: Nachzahlung plus Vorauszahlung, gerne fünfstellig, und das Geld ist ausgegeben. Dagegen hilft eine simple Gewohnheit – von jedem Gewinn sofort einen festen Anteil beiseitelegen. Wie viel, rechnest du hier aus.
Einordnung
Warum der Schock im zweiten Jahr kommt: Im Gründungsjahr verlangt das Finanzamt oft noch nichts – es kennt deine Zahlen ja nicht. Dann kommt die erste Steuererklärung, und mit ihr drei Rechnungen auf einmal: die Nachzahlung fürs vergangene Jahr, die Vorauszahlung fürs laufende und gleich noch die fürs nächste Quartal. Wer nichts zurückgelegt hat, finanziert das aus der Substanz – oder gar nicht.
Die Quote wächst mit dem Gewinn: Bei kleinen Gewinnen frisst vor allem die Krankenkasse (Mindestbeitrag rund 280 €, egal wie wenig du verdienst). Mit steigendem Gewinn kommt die Einkommensteuer-Progression dazu. Deshalb staffelt dieser Rechner: 25 % bei kleinen Gewinnen, bis 40 % bei guten.
Die Umsatzsteuer ist keine Rücklage, sondern Fremdgeld: Wer regelbesteuert ist, vereinnahmt mit jeder Rechnung 19 %, die dem Finanzamt gehören. Das ist kein Sparen, das ist Verwahren – das Geld war nie deins.
Die komplette Systematik mit Kontenmodell und Dauerauftrags-Routine steht im Wissensartikel: Rücklagen bilden: Die einfache Formel gegen den Steuerschock.
Hinweis: Dieser Rechner liefert eine Orientierung mit den Rechengrößen 2026, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Verbindliche Zahlen liefert dir ein Steuerberater oder die zuständige Stelle. Stand: Juni 2026.