Kaum ein Beruf eignet sich so gut für den nebenberuflichen Start wie dieser: Die Arbeit ist ortsunabhängig, lässt sich in den Abend und das Wochenende legen und braucht kaum Startkapital. Der vernünftigste Weg, wenn du noch fest angestellt bist.

Was du anmelden musst

Auch nebenberuflich gilt: Sobald du gegen Bezahlung Kanäle betreust, brauchst du die Gewerbeanmeldung (§ 14 GewO) – das Gesetz unterscheidet nicht zwischen haupt- und nebenberuflich. Mehr Bürokratie ist es nicht. Ein Blick in den Arbeitsvertrag und ein kurzes Wort mit dem Arbeitgeber zur Nebentätigkeit schaden nicht, vor allem wenn Interessenkonflikte denkbar sind.

Der doppelte Vorteil

Erstens: Dein Festgehalt deckt die Lebenshaltung, während du Portfolio und erste Retainer aufbaust – und solange der Hauptberuf der zeitliche und finanzielle Schwerpunkt bleibt, bist du in der Regel ohne Zusatzbeitrag über dessen Krankenversicherung versichert. Zweitens: Weil du ortsunabhängig arbeitest, brauchst du keinen festen Termin vor Ort – du erledigst die Arbeit, wann und wo es passt. Das macht die Doppelbelastung leichter als bei körperlichen Berufen.

Wann der Wechsel kommt

Der Sprung in die Vollzeit lohnt, wenn du mehr feste Retainer hast, als du nebenher bedienen kannst, und über einige Monate gezeigt hast, dass du Ergebnisse lieferst. Dann wechselst du aus einer Position der Stärke – mit planbarem, wiederkehrendem Umsatz im Rücken. Wie du die nebenberufliche Phase strukturierst und den Übergang planst, findest du im Quick Guide „Selbstständig als Social-Media-Manager".

Quellen

Welche Berufe sich ohne Ausbildung selbstständig ausüben lassen, zeigt die komplette Übersicht – 24 auf einen Blick.

← Alle Artikel