KLARTEXT-Serie · Tomas Kayser
Souverän in die finanzielle Freiheit
Kurz erklärt
Kein Mutmach-Buch, keine „Du musst nur an dich glauben"-Sätze. Dieses Buch zeigt einen konkreten Weg aus dem Bezug: über eine eigene, kleine Selbstständigkeit – und es liefert die Werkzeuge, ihn zu gehen. Vom ersten Gespräch im Jobcenter über Einstiegsgeld und Zuverdienstregeln bis zu dem Punkt, an dem der Bescheid durch eigenes Einkommen ersetzt ist.
Der Autor ist seit 1991 selbstständig und kennt die Seite, auf die der Weg führt: aufbauen mit knappem Geld, mit Behörden ringen, Kunden gewinnen, Fehler bezahlen. Genau dieses Wissen steht im Buch – übersetzt in die Lage von Menschen, die im Bezug sitzen und da raus wollen. Vollständig aktualisiert auf die neue Grundsicherung 2026 mit ihren schärferen Regeln.
Kapitel für Kapitel wird aus dem großen, lähmenden „Irgendwann muss sich was ändern" eine Abfolge machbarer Schritte: das System verstehen, die eigene Lage sortieren, eine tragfähige Tätigkeit finden, das Jobcenter zum Verbündeten machen, die ersten Kunden gewinnen, sauber abrechnen. Nummerierte Anleitungen statt Theorie.
Was du nach der Lektüre hast, kann dir kein Termin im Jobcenter geben: einen Plan, der dir gehört. Du weißt, welche Tätigkeit zu deiner Lage passt und was sie zum Start kostet – meist weniger als eine Monatsmiete. Du weißt, was du beim Einstiegsgeld sagst und was du dir schriftlich geben lässt. Du kennst die Zuverdienstregeln, bevor der Sachbearbeiter sie dir erklärt, und die EKS-Abrechnung schreckt dich nicht mehr. Vor allem aber hast du wieder etwas, das der Bezug einem leise abgewöhnt: die Erfahrung, dass sich die eigene Lage durch eigenes Handeln bewegt – Schritt für nummeriertem Schritt.
Inhalt
Erst das Ziel, dann der Weg: wie ein gewöhnlicher Monat ohne Amt aussieht – ehrlich gerechnet, ohne Reichtumsversprechen.
Wie die neue Grundsicherung funktioniert, was das Jobcenter darf und was nicht – und wo Ihre Spielräume liegen.
Bestandsaufnahme ohne Selbstvorwürfe: Zahlen, Verpflichtungen, Möglichkeiten.
Einfache, sofort startbare Tätigkeiten mit realem Bedarf – und die Kriterien, was zu Ihrer Lage passt.
Wie Sie das Gespräch führen, was Sie schriftlich brauchen – und wie Sie das Einstiegsgeld beantragen.
Gewerbe, Steuer, Zuverdienstregeln: die Formalitäten in nummerierten Schritten.
Ohne Werbebudget zu den ersten zahlenden Aufträgen – mit dem, was Sie haben.
Die EKS-Abrechnung, wachsende Einnahmen und der Punkt, an dem der Bezug endet.
Zielgruppe
Dieses Buch ist für dich wenn...
Dieses Buch ist nicht für dich wenn...
Leseprobe
Dies ist kein Mutmach-Buch. Wer auf den nächsten Seiten Sätze sucht wie "Du musst nur an dich glauben", wird enttäuscht – und das ist Absicht. Solche Sätze haben Sie vermutlich oft genug gehört, von Menschen, die es gut meinten und Ihre Lage nicht kannten. Dieses Buch macht etwas anderes. Es zeigt Ihnen einen Weg, und es gibt Ihnen die Werkzeuge, ihn zu gehen.
Ich will ehrlich sein, gleich am Anfang, denn Ehrlichkeit ist das Einzige, was zwischen uns funktioniert: Ich habe nicht dort gesessen, wo Sie jetzt sitzen. Ich war nicht im Bürgergeld. Ich werde nicht so tun, als wüsste ich, wie sich der Gang zum Amt von innen anfühlt. Aber ich weiß die andere Seite genau – und die ist hier entscheidend. Ich habe Jahrzehnte damit verbracht, Dinge aus dem Nichts aufzubauen, mit Behörden zu ringen, Kunden zu gewinnen und zu verlieren, mit knappem Geld zu planen und Fehler teuer zu bezahlen. Genau das ist der Weg, der aus Ihrer Lage herausführt. Und über ihn kann ich Ihnen erzählen, weil ich ihn gegangen bin.
Was dieses Buch nicht verspricht: schnellen Reichtum, ein bequemes Leben, eine Abkürzung. Das gibt es nicht, und wer es Ihnen verkauft, lügt. Was es verspricht, ist konkreter und ehrlicher. Am Ende dieses Buches sollen Sie wissen, wie Sie sich mit einer eigenen, kleinen Selbstständigkeit aus dem Bezug herausarbeiten – wie Sie das Jobcenter dazu bringen, Ihnen diesen Schritt mit dem Einstiegsgeld sogar zu finanzieren, und wie Sie die ersten zwölf Monate überstehen, ohne von einer wegfallenden Leistung kalt erwischt zu werden. Das ist ein klares Ziel mit einem klaren Ende. Kein Nebel, kein "irgendwann".
Ein Wort zum System selbst, denn es ist gerade in Bewegung. Was lange Bürgergeld hieß, trägt seit Mitte 2026 offiziell den Namen "Neue Grundsicherung", und die Regeln sind dabei strenger geworden. Im Alltag und in diesem Buch nenne ich es weiter Bürgergeld – weil das Wort geläufiger ist und Sie es selbst noch lange so nennen werden. Wichtiger als der Name ist ohnehin die Richtung: Das System wird enger, nicht weiter. Das ist kein Grund zur Eile aus Panik, aber ein guter Grund, den Weg jetzt anzugehen, solange die Förderungen, um die es hier geht, noch existieren.
Eine Sache verlange ich von Ihnen, und nur diese eine. Sie müssen aufhören zu warten. Nicht heute alles umkrempeln, nicht morgen ein Unternehmen gründen – sondern anfangen, selbst zu denken, selbst zu planen, selbst den nächsten Schritt zu tun, statt darauf zu warten, dass jemand ihn für Sie tut. Den Rest, das Handwerkliche, liefere ich. Wie man eine Tätigkeit wählt, einen Plan schreibt, einen Antrag stellt, einen Termin übersteht, die ersten mageren Monate durchhält – das alles steht hier, Schritt für Schritt.
Fangen wir nicht mit Ihnen an. Fangen wir mit dem an, was am Ende des Weges steht. Denn wenn das nichts taugt, können Sie sich den Rest des Buches sparen.
Stellen Sie sich einen ganz gewöhnlichen Monat vor. Sie müssen zu keinem Termin. Niemand verlangt einen Nachweis, niemand will Ihre Kontoauszüge sehen, niemand rechnet aus, was Ihnen zusteht. Das Geld, das auf Ihrem Konto liegt, haben Sie verdient – und keiner kann es im Nachhinein neu berechnen, kürzen oder zurückfordern. Wenn Sie einen schlechten Monat haben, dann ist das Ihr schlechter Monat. Kein Formular, keine Erklärung, kein Schreiben, das mit "Sehr geehrte Frau..." beginnt und mit einer Zahl endet, die über Ihre nächsten sechs Monate entscheidet.
Das ist kein Reichtum. Reden wir nicht von Reichtum, das wäre unredlich. Am Anfang verdienen Sie vielleicht kaum mehr, als Sie heute bekommen. Manchmal sogar weniger. Aber der Unterschied liegt woanders, und er ist größer, als die meisten denken: Es gehört Ihnen. Niemand verwaltet es. Niemand verwaltet *Sie*.
Originaltext aus dem Buch. Der Band spricht seine Leser in der Sie-Form an.
Häufige Fragen
Ja – der Band ist der Ausstiegs-Leitfaden für die neue Grundsicherung 2026. Der Titel nutzt bewusst den Begriff, den jeder kennt; die Inhalte rechnen mit den aktuellen Regeln.
Nein, ausdrücklich nicht. Es verspricht etwas Ehrlicheres: dass du am Ende weißt, wie du dich mit einer eigenen kleinen Selbstständigkeit Schritt für Schritt aus dem Bezug herausarbeitest.
Der Weg im Buch ist für den Start mit sehr wenig Geld gebaut. Wo Förderung möglich ist – etwa das Einstiegsgeld nach § 16b SGB II – zeigt das Buch, wie du sie beantragst.
Dafür gibt es ein eigenes Kapitel: einfache, sofort startbare Tätigkeiten mit realem Bedarf – und die Kriterien, mit denen du prüfst, was zu deiner Lage passt.
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Über den Autor
Tomas Kayser ist Autor und Verleger der NEUSTART- und der KLARTEXT-Serie. Als Diplom-Ingenieur für Architektur und Unternehmer mit über 30 Jahren Selbstständigkeit schreibt er über das, was er selbst durchlebt hat – Aufbauen, Scheitern, Neuanfangen, mit Behörden ringen und mit knappem Geld planen.
Seit 2022 arbeitet er ortsunabhängig. Die KLARTEXT-Serie widmet sich den großen Entscheidungen zu Beruf, Geld und Zukunft – direkt, konkret und ohne Beschönigung.
Ehrlichkeit ist das Einzige, was zwischen Autor und Leser funktioniert. Alles andere ist Verkaufsprosa.
Tomas Kayser, Autor der KLARTEXT-Serie