Der Handyservice gehört zu den günstigen Einstiegen in die Selbstständigkeit – vorausgesetzt, du fängst vernünftig klein an und kaufst dir nicht gleich eine Vollausstattung, die du nicht auslastest. Was wirklich nötig ist:
Das Werkzeug
Ein ordentliches Präzisions-Schraubendreher-Set, Öffnungswerkzeug, Pinzetten, eine Heizplatte oder Heißluftstation zum Lösen verklebter Displays, etwas Kleinkram. Wer später an Platinen löten will, braucht mehr – aber für den Standard-Teiletausch ist die Grundausstattung für einen niedrigen dreistelligen Betrag komplett.
Ersatzteile und Arbeitsplatz
Du musst kein Lager anlegen. Sinnvoll ist ein kleiner Anfangsbestand an Verschleißteilen für die gängigsten Modelle; den Rest bestellst du auftragsbezogen. Als Arbeitsplatz genügt zu Beginn ein gut beleuchteter, sauberer Tisch – ein Ladenlokal ist später eine Option, kein Startzwang. Dazu die Gewerbeanmeldung im niedrigen zweistelligen Bereich.
Der eigentliche Einsatz
Geld ist hier nicht der Engpass – Übung ist es. Die ersten Reparaturen dauern länger und der eine oder andere Bildschirm geht beim Üben zu Bruch; das gehört zur Lehrzeit. Genau deshalb kannst du risikoarm aus dem Wohnzimmer starten und erst wachsen, wenn die Aufträge da sind. Wie du dich für unter ein paar hundert Euro arbeitsfähig machst, listet der Quick Guide „Selbstständig im Handyservice" im Detail auf.
Quellen
- Ein Handy-Reparaturbetrieb ist eine gewerbliche Tätigkeit – Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt ist Pflicht; das Finanzamt wird automatisch informiert, die Umsatzsteuer lässt sich anfangs über die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) vermeiden. gewerbeanmeldung.de
Wer sich ohne Ausbildung und ohne Studium selbstständig machen will, findet hier alle 24 Berufe im Vergleich.
← Alle Artikel