Beim Verdienst im Handyservice kursieren wilde Zahlen in beide Richtungen. Die Wahrheit ist unspektakulär und rechenbar: Dein Gewinn ist der Festpreis pro Reparatur minus dem, was dich das Ersatzteil und deine Zeit kosten. Schauen wir es uns an.

Die Marge pro Reparatur

Eine typische Reparatur – Displaytausch, Akkuwechsel – läuft über einen Festpreis. Davon geht das Ersatzteil ab, das du im Einkauf deutlich günstiger bekommst als der Endkunde. Die Differenz ist deine Marge, plus die halbe Stunde Arbeit, die so ein Tausch braucht. Einzeln ist das überschaubar; der Hebel ist die Menge. Ein eingespielter Betrieb schafft viele Geräte am Tag, und genau dann trägt das Geschäft.

Was den Markt stützt

Die Nachfrage ist real und wächst eher, als dass sie schrumpft. Reparaturboni zeigen das deutlich: Berlin förderte ab September 2024 in nur neun Monaten über 14.000 Reparaturen, in Österreich entfallen rund 40 Prozent der Bonus-Anträge auf Handys. Und das neue EU-Recht auf Reparatur drückt die Wegwerfmentalität zurück. Wer repariert statt wegwirft, ist im Trend – das ist Rückenwind für deine Werkstatt.

Ehrlich kalkuliert

Reich wird man nicht über Nacht, und die ersten Monate gehen für Einarbeitung und Bekanntheit drauf. Aber die Kostenseite ist schlank, und mit Auslastung und ein paar lukrativeren Reparaturen jenseits des Standardtauschs wird daraus ein solides Einkommen. Wie du Preise und Auslastung richtig ansetzt, rechnet der Quick Guide „Selbstständig im Handyservice" durch.

Quellen

Mehr dazu, welche Berufe ohne Ausbildung möglich sind, steht in der großen Berufsübersicht.

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