Wenn es einen kapitalarmen Weg in die Selbstständigkeit gibt, dann diesen. Du brauchst keine teure Zulassung, kein Ladenlokal, keine Vorräte. Hier die ehrliche Liste.
Die formalen Kosten
Die Gewerbeanmeldung nach § 14 GewO kostet je nach Kommune nur etwa 20 bis 60 Euro. Weil der Hausmeisterservice kein zulassungspflichtiges Handwerk ist, fallen keine Kammer- oder Meisterkosten an. Das ist der ganze behördliche Aufwand für den Start.
Die Ausstattung
Hier liegt dein eigentliches Startkapital, und es bleibt überschaubar: ein zuverlässiges Fahrzeug (am besten ein Kombi oder kleiner Transporter), Werkzeug und Geräte (Rasenmäher, Hochdruckreiniger, Bohrmaschine, Leiter, Streugut für den Winter), Arbeitskleidung und ein Mindestmaß an Büromaterial. Vieles davon hat man als handwerklich Veranlagter ohnehin. Wer gebraucht und mit Augenmaß kauft, kommt mit einem niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag aus.
Die Versicherung – nicht sparen
Ein Posten, an dem du nicht sparen solltest, ist die Betriebshaftpflicht. Du arbeitest an fremdem Eigentum; ein Wasserschaden oder ein Sturz auf nicht geräumtem Weg kann teuer werden. Ein paar Hundert Euro im Jahr, gut investiert.
Der eigentliche Puffer
Auch hier gilt: Plane ein kleines Polster für die Anlaufzeit ein, bis die ersten festen Verträge laufen. Das Geschäft trägt sich schneller als beim Makler, weil schon kleine Aufträge sofort Umsatz bringen – aber ganz ohne Reserve startet niemand entspannt. Den vollständigen Kostenplan findest du im Quick Guide „Selbstständig als Hausmeister".
Quellen
- § 14 Gewerbeordnung – Gewerbefreiheit und Anmeldepflicht beim Gewerbeamt (auch im Nebenerwerb). gesetze-im-internet.de
- Branchen- und Steuerportale (accountable.de, selbststaendig.de, Qonto): übliche Stundensätze selbstständiger Hausmeister 20–40 €, Spezialleistungen wie Winter- oder Notdienst bis 60 €. accountable.de