Der Hausmeisterservice gilt als bescheidenes Geschäft. Das stimmt für den, der schlecht kalkuliert – und stimmt nicht für den, der es richtig macht. Schauen wir auf die Zahlen.
Die üblichen Stundensätze
Selbstständige Hausmeister rechnen laut Branchen- und Steuerportalen meist mit 20 bis 40 Euro pro Stunde; für Spezialleistungen wie Winter- oder Notdienst sind 40 bis 60 Euro möglich. Zum Vergleich: Ein angestellter Hausmeister verdient laut Gehaltsreporten rund 23.000 bis 38.000 Euro brutto im Jahr, also etwa 16 bis 20 Euro Stundenlohn. Der entscheidende Punkt: Als Selbstständiger musst du deinen Stundensatz deutlich höher ansetzen als den Angestelltenlohn, weil du Sozialversicherung, Ausfallzeiten, Fahrzeug und Werkzeug komplett selbst trägst.
Drei Arten abzurechnen
Üblich sind drei Modelle: der Stundensatz für variable Arbeiten, die Pauschale für klar umrissene Aufgaben und – das Beste – der monatliche Wartungsvertrag. Letzterer gibt dir und dem Kunden Planungssicherheit und ist die Grundlage für ein verlässliches Einkommen. Wer mehrere Objekte einer Hausverwaltung im Vertrag hat, hat planbaren Umsatz statt Stundenjagd.
Der ehrliche Blick auf den Preisdruck
Zur Redlichkeit gehört: Der Wettbewerb ist hart, und wer sich über den niedrigsten Preis verkauft, landet schnell bei einem Lohn unter dem eines Angestellten. Der Ausweg ist nicht der Dumpingpreis, sondern Zuverlässigkeit, ein gepflegter Ruf und Spezialisierung – Dinge, für die Kunden gern etwas mehr zahlen. Wie du deinen Stundensatz so kalkulierst, dass am Monatsende wirklich etwas übrig bleibt, rechnet der Quick Guide „Selbstständig als Hausmeister" durch.
Quellen
- Branchen- und Steuerportale (accountable.de, selbststaendig.de, Qonto): übliche Stundensätze selbstständiger Hausmeister 20–40 €, Spezialleistungen wie Winter- oder Notdienst bis 60 €. accountable.de
- Gehaltsreporte (StepStone, Gehalt.de, jobvector): angestellte Hausmeister rund 23.000–38.000 € brutto/Jahr, Stundenlohn etwa 16–20 €. stepstone.de