Nachhilfe wird oft als „kleines Taschengeld" abgetan. Das verkennt, wie groß und beständig dieser Markt ist – und wie ordentlich man verdient, wenn man es als Geschäft betreibt und nicht als Gefälligkeit. Die Zahlen.

Die üblichen Stundensätze

Private Nachhilfe liegt nach Branchenangaben meist zwischen 15 und 30 Euro pro Stunde. Nach unten drücken Gelegenheitsanbieter und Schüler, die für ein paar Euro aushelfen; nach oben ziehen erfahrene Lehrkräfte, gefragte Fächer und vor allem die Prüfungsvorbereitung, wo deutlich mehr drin ist. Wichtig: Wer über ein Institut arbeitet, bekommt weniger, weil das Institut eine Vermittlungsgebühr einbehält – als Selbstständiger mit eigenen Schülern bleibt dir der volle Satz.

Warum die Nachfrage trägt

Der Markt ist erstaunlich groß: Laut Bertelsmann Stiftung nehmen rund 1,2 Millionen Schüler – etwa jeder Siebte – Nachhilfe, und Eltern geben dafür jährlich zwischen 0,9 und knapp 1,5 Milliarden Euro aus. Am stärksten gefragt sind Mathematik, Fremdsprachen und Deutsch. Solange Schulen überlastet sind, reißt diese Nachfrage nicht ab – sie ist konjunkturunabhängiger als fast jede andere Dienstleistung.

Was unterm Strich zählt

Anders als bei gewerblichen Tätigkeiten hast du kaum Kosten, die vom Honorar abgehen: kein Material, keine Anfahrt bei Online-Unterricht, keine Gewerbesteuer. Was zählt, ist Auslastung – ein voller Nachmittagskalender mit Stammschülern bringt verlässlich mehr als sporadische Einzelstunden. Wie du deinen Satz richtig ansetzt und auf planbare Auslastung kommst, rechnet der Quick Guide „Selbstständig als Nachhilfelehrer" durch.

Quellen

Einen Überblick über alle Wege, sich ohne Ausbildung selbstständig zu machen, gibt die Berufsübersicht.

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