Im Handyservice sind es nicht die spektakulären Dinge, die teuer werden, sondern die übersehenen. Drei Rechtsfelder solltest du von Anfang an im Griff haben – keine Hexerei, aber Pflicht.

Gewährleistung auf deine Reparatur

Auf deine Arbeit schuldest du Gewährleistung. Tauschst du ein Display und es löst sich nach zwei Wochen, ist das dein Problem, nicht das des Kunden – im Rahmen des Werkvertragsrechts, im Regelfall zwei Jahre. Schütze dich durch eine klare Auftragsbestätigung: Was wurde gemacht, welches Teil verbaut, welcher Zustand war vorher. Dokumentation ist im Streitfall dein bester Freund.

Fremde Daten auf fremden Geräten

Auf jedem Gerät, das du öffnest, liegen die persönlichen Daten eines anderen Menschen. Das fällt unter die DSGVO: ein Datenschutzhinweis beim Auftrag, keine unbefugte Einsicht, und wenn du etwas löschen oder kopieren musst, dokumentiert und mit Einwilligung. Wer hier schludert, riskiert mehr als Ärger.

Akkus und Altteile

Ausgebaute Akkus und kaputte Teile sind kein Hausmüll. Sie müssen fachgerecht entsorgt werden – Elektro- und Elektronikgerätegesetz, Batteriegesetz. Das ist Pflicht und ein Haftungsthema, gerade bei Lithium-Akkus. Dazu kommen die neuen Informationspflichten aus dem Recht auf Reparatur, etwa transparente Preisangaben. Wie du Auftragszettel, Datenschutzhinweis und Entsorgung sauber aufsetzt, liefert der Quick Guide „Selbstständig im Handyservice" mit Vorlagen.

Quellen

Welcher Beruf zu dir passt? Die Übersicht selbstständig ohne Ausbildung hilft bei der Auswahl.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag gibt praktische Erfahrung und allgemeine Informationen wieder – keine Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung. Gesetze, Beträge, Fristen und Zuständigkeiten ändern sich; trotz sorgfältiger Recherche ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Aktualität. Kläre deinen konkreten Fall vor verbindlichen Entscheidungen mit der zuständigen Stelle – Handwerkskammer, IHK, Gewerbe- oder Ordnungsamt bzw. Steuerberater.
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