Der Maklerberuf eignet sich besser als die meisten anderen für einen nebenberuflichen Start – und das ist der vernünftigste Weg, wenn du noch einen sicheren Job hast. Du testest, ob Geschäft und du zueinander passen, ohne deine Existenz aufs Spiel zu setzen.
Was rechtlich gilt
Auch nebenberuflich brauchst du die volle § 34c-Erlaubnis und die Gewerbeanmeldung – sobald du gegen Provision vermittelst, führt daran kein Weg vorbei; das Gesetz unterscheidet nicht zwischen haupt- und nebenberuflich. Zweiter Punkt: Wirf einen Blick in deinen Arbeitsvertrag und kläre die Nebentätigkeit mit deinem Arbeitgeber, besonders bei möglichen Interessenkonflikten. In aller Regel ist eine angemeldete Nebentätigkeit unproblematisch, aber Klarheit vorab erspart Ärger.
Der Vorteil – und die Tücke
Der Vorteil: Das Festgehalt deckt deine Lebenshaltung, während du in Ruhe Netzwerk und erste Objekte aufbaust – du brauchst kein großes Polster, weil der Druck fehlt. Die Tücke: Maklergeschäft passiert oft dann, wenn andere frei haben – abends und am Wochenende. Besichtigungen und Notartermine lassen sich nicht beliebig verschieben. Du brauchst also einen Hauptjob mit etwas Flexibilität.
Wann der Wechsel kommt
Der Sprung in die Vollzeit lohnt, wenn zwei Dinge zusammenkommen: Du hast mehr gute Anfragen, als du nebenher bedienen kannst, und du hast über einige Monate gezeigt, dass du Abschlüsse zustande bringst. Dann ist der Wechsel kein Wagnis, sondern die logische Folge – du springst aus Stärke, nicht aus Hoffnung.
Wie du die nebenberufliche Phase strukturierst und den Übergang sauber planst, findest du im Quick Guide „Selbstständig als Immobilienmakler".
Quellen
- § 34c Gewerbeordnung – Erlaubnispflicht, Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse; kein Sachkundenachweis (anders als bei Versicherungsvermittlern). gesetze-im-internet.de; Merkblätter der IHK (z. B. IHK München).
Alle 24 Berufe, in die du ohne Ausbildung starten kannst, findest du gebündelt in der Übersicht.