Kundengewinnung 3 Min. Lesezeit

Angebote schreiben,
die den Auftrag holen.

Die Anfrage war da, die Besichtigung lief gut – und dann verschwindet der Kunde nach deinem Angebot im Nebel. Oft liegt es nicht am Preis, sondern am Angebot selbst: unklar, unvollständig, spät. Ein gutes Angebot verkauft weiter, wenn du nicht mehr im Raum stehst. So baust du es.

Geschwindigkeit schlägt Perfektion

Angebot schreiben: fünf Pflichtangaben Die fünf Pflichtbestandteile eines rechtssicheren Angebots: Leistungsbeschreibung, Preis, Gültigkeit, Zahlungsbedingungen, Kontakt Leistung was genau, wie oft Preis netto/brutto, USt-Ausweis Gültigkeit z. B. 4 Wochen schützt vor Preisbindung Zahlung Fälligkeit, Skonto Kontakt Name, Adresse, Steuernummer Faustregel: Angebot innerhalb von 24 Stunden – wer zuerst liefert, gewinnt den Auftrag
Angebot schreiben – fünf Bestandteile

Die erste Regel hat nichts mit Inhalt zu tun: Schnelligkeit. Wer am selben oder nächsten Tag anbietet, signalisiert genau die Zuverlässigkeit, die der Kunde für die eigentliche Arbeit erhofft. Wer zwei Wochen braucht, hat verloren – meist an den, der schneller war, nicht an den, der billiger war.

Deshalb: Vorlage bauen. Briefkopf, Standardtexte, übliche Positionen – wenn 80 Prozent stehen, ist jedes neue Angebot eine Sache von zwanzig Minuten statt einem aufgeschobenen Abend.

Der Aufbau, der funktioniert

Oben die Eckdaten: dein Betrieb, der Kunde, Datum, eine Angebotsnummer. Dann ein persönlicher Einstiegssatz mit Bezug zur Besichtigung („vielen Dank für das Gespräch am Dienstag – wie besprochen erhalten Sie hier mein Angebot für die Gartenpflege"). Danach die Positionen einzeln und verständlich: Was wird gemacht, in welchem Umfang, zu welchem Preis. Fachchinesisch raus – der Kunde muss verstehen, was er kauft.

Am Ende: Gesamtsumme mit klarer Umsatzsteuer-Angabe, was nicht enthalten ist (Entsorgung? Material? Anfahrt?), Gültigkeitsdauer des Angebots und der nächste Schritt: „Bei Fragen rufen Sie mich einfach an – für die Beauftragung genügt eine kurze Antwort auf diese Mail."

Den Preis richtig zeigen

Festpreis schlägt Stundensatz, wo immer kalkulierbar – Kunden hassen offene Enden mehr als hohe Zahlen. Die Basis jeder Festpreis-Kalkulation bleibt trotzdem dein Stundensatz – den ermittelst du mit dem Stundensatz-Rechner. Wo es Unwägbarkeiten gibt, arbeite mit klar benannten Eventualpositionen („falls sich unter dem Teppich Schäden zeigen: Ausbesserung nach Aufwand, ca. 40 €/h, nur nach Rücksprache").

Bei größeren Aufträgen helfen zwei Varianten: Basis und Komfort. „Variante A: Heckenschnitt, 280 €. Variante B: inkl. Beetpflege und Entsorgung, 390 €." Die Wahl zwischen zwei Ja-Optionen ersetzt die Wahl zwischen Ja und Nein – und erstaunlich viele nehmen B.

Das Angebot lebt nur mit Nachfassen

Ein Angebot ohne Nachfassen ist ein Brief in den Wind. Nach drei bis fünf Tagen: ein freundlicher Anruf oder eine kurze Nachricht. „Wollte nur hören, ob noch Fragen offen sind." Kein Druck, keine Rabattflucht – nur Präsenz. Über die Hälfte der „verschwundenen" Kunden hat schlicht den Alltag dazwischen; das Nachfassen holt sie zurück.

Und führ eine simple Liste: Angebot raus, Datum, nachgefasst, Ergebnis. Nach drei Monaten kennst du deine Quote – und siehst, ob es am Preis liegt, an der Geschwindigkeit oder am fehlenden Anruf.

Was du heute tun solltest

  1. Eine Angebotsvorlage mit Briefkopf, Standardtexten und üblichen Positionen bauen.
  2. Ziel: jedes Angebot binnen 24 Stunden nach Besichtigung beim Kunden.
  3. Festpreise und klar benannte Ausschlüsse statt offener Stundensätze.
  4. Bei größeren Aufträgen zwei Varianten anbieten – Basis und Komfort.
  5. Nach drei bis fünf Tagen nachfassen und die Angebotsquote in einer Liste verfolgen.
FAQ

Häufige Fragen

Wie schnell sollte ich ein Angebot abschicken?

Am selben oder nächsten Tag nach der Besichtigung. Schnelligkeit signalisiert die Zuverlässigkeit, die der Kunde für die Arbeit selbst erhofft. Wer zwei Wochen braucht, verliert meist an den Schnelleren, nicht an den Billigeren. Eine Vorlage macht jedes Angebot zur Sache von zwanzig Minuten.

Was gehört in ein gutes Angebot?

Oben die Eckdaten und eine Angebotsnummer, dann ein persönlicher Einstieg mit Bezug zur Besichtigung, die Positionen einzeln und verständlich, am Ende die Gesamtsumme mit Umsatzsteuer, was nicht enthalten ist, die Gültigkeitsdauer und der nächste Schritt zur Beauftragung.

Festpreis oder Stundensatz im Angebot?

Wo kalkulierbar, schlägt der Festpreis den Stundensatz, weil Kunden offene Enden mehr hassen als hohe Zahlen. Unwägbarkeiten deckt man über klar benannte Eventualpositionen ab. Basis jeder Festpreis-Kalkulation bleibt aber der eigene Stundensatz.

Warum verschwinden Kunden nach dem Angebot?

Meist nicht wegen des Preises, sondern weil der Alltag dazwischenkommt und das Angebot ungelesen im Postfach liegt. Ein freundliches Nachfassen nach drei bis fünf Tagen holt über die Hälfte dieser Kunden zurück.