Bevor du loslegst, lohnt eine Grundsatzentscheidung: Wen putzt du? Privathaushalte und Gewerbe sind zwei verschiedene Geschäfte – und wer beides halbherzig macht, ist in beidem mittelmäßig.
Privathaushalte
Der schnelle Einstieg. Kunden sind leicht zu finden, entscheiden zügig, der erste Auftrag kommt oft binnen Tagen. Dafür sind die Beträge kleiner, die Termine verstreuter, und die Fahrzeiten fressen Marge. Privatkunden sind außerdem wechselhafter – mal wird gespart, mal zieht jemand um.
- schneller Start, geringe Hürde
- kleinere Aufträge, mehr Fahrerei
- persönlicher, aber unbeständiger
Gewerbe
Der langsamere, aber stabilere Weg. Büros, Praxen, Kanzleien, kleine Betriebe brauchen regelmäßig jemanden – meist abends oder früh. Die Akquise dauert länger, der Auftrag ist größer und läuft dann oft über Jahre. Planbare Touren, planbares Geld. Dafür musst du verlässlicher und flexibler in den Zeiten sein.
- längere Akquise, größere Aufträge
- planbare, wiederkehrende Touren
- Arbeitszeiten oft außerhalb der Bürozeiten
Was sich mehr lohnt
Aus der Praxis: Mit Privathaushalten startest du schneller, mit Gewerbe verdienst du auf Dauer stabiler. Viele beginnen mit Privatkunden, um Geld reinzubekommen, und bauen parallel ein, zwei Gewerbekunden auf, die das Fundament bilden. Der Fehler ist, beides gleichzeitig groß anzugehen – konzentrier dich erst auf eines.
Wie viel in beiden Segmenten drin ist, steht im Beitrag Was verdient ein Reinigungsservice?; wie du in beiden an Kunden kommst, in Die ersten Kunden. Den Gesamtüberblick gibt der Quick Guide Reinigungsservice.
Dieser Beruf ist einer von 24. Die Übersicht zeigt, welche Berufe ohne Ausbildung möglich sind.