Der Trödelhandel gehört zu den kapitalärmsten Einstiegen überhaupt. Du brauchst keinen Laden, keine teure Technik – nur Ware, einen Verkaufsplatz und ein Auge für Werte.

Die Ausstattung

Für den Marktverkauf brauchst du Tapeziertische oder Klapptische, einen Pavillon als Wetterschutz, Kisten und Transportmaterial. Das bewegt sich im niedrigen dreistelligen Bereich und hält lange. Für den Online-Verkauf reichen ein Smartphone für die Fotos und Versandmaterial.

Der eigentliche Posten: die Ware

Dein Kapital steckt im Wareneinkauf. Bei Haushaltsauflösungen oder ganzen Posten legst du Geld vor, das sich erst mit dem Verkauf zurückholt. Klug ist, klein anzufangen: erst mit günstig oder kostenlos beschaffter Ware Erfahrung sammeln, den eigenen Blick für Verkäufliches schärfen und dann gezielt einkaufen. Wer wahllos alles kauft, bindet Geld in Ladenhütern.

Die laufenden Posten

Standgebühren auf Märkten liegen je nach Ort und Größe im niedrigen zweistelligen Bereich pro Tag. Dazu kommen Fahrtkosten, Online-Verkaufsgebühren und die Gewerbeanmeldung mit 20 bis 60 Euro. Falls du eine Reisegewerbekarte brauchst, kommt deren Gebühr einmalig dazu.

Unterm Strich kommst du für wenige hundert Euro in den Start. Das minimale Risiko und der schrittweise Aufbau des Warenstocks machen diesen Weg ideal zum vorsichtigen Ausprobieren.

Eine durchgerechnete Startkalkulation mit realen Zahlen findest du im Quick Guide „Selbstständig mit Flohmarkt & Trödel".

Quellen

Wer sich ohne Ausbildung selbstständig machen will, findet in der Übersicht 24 Berufe mit Zahlen und Anforderungen.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag gibt praktische Erfahrung und allgemeine Informationen wieder – keine Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung. Gesetze, Beträge, Fristen und Zuständigkeiten ändern sich; trotz sorgfältiger Recherche ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Aktualität. Kläre deinen konkreten Fall vor verbindlichen Entscheidungen mit der zuständigen Stelle – Handwerkskammer, IHK, Gewerbe- oder Ordnungsamt bzw. Steuerberater.
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