Was von einem Auftrag nach Abzug der direkt zurechenbaren Kosten übrig bleibt – die Zahl, die zeigt, ob sich ein Auftrag lohnt.
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten eines Auftrags übrig bleibt, um die Fixkosten zu decken und Gewinn zu erwirtschaften. Umsatz minus variable Kosten – mehr steckt nicht dahinter.
Ein Auftrag über 2.000 Euro mit 1.400 Euro Materialeinsatz bringt 600 Euro Deckungsbeitrag. Ein Auftrag über 900 Euro reine Arbeitsleistung ohne Material bringt 900. Der kleinere Auftrag ist der bessere – was man auf der Umsatzliste nicht sieht.
Deshalb sagt Umsatzwachstum allein wenig aus. Wer wächst, indem er materialintensive Aufträge zu knappen Preisen annimmt, arbeitet mehr und verdient weniger.
Variabel sind Material, Fremdleistungen, auftragsbezogene Fahrten, Verbrauchsmittel. Fix sind Versicherungen, Fahrzeugleasing, Telefon, Software, Kammerbeiträge – sie laufen unabhängig vom Auftragsvolumen.
Teile die monatlichen Fixkosten durch den durchschnittlichen Deckungsbeitrag je Auftrag oder Stunde – heraus kommt, wie viel du mindestens brauchst, um nicht draufzuzahlen. Bei 2.400 Euro Fixkosten und 45 Euro Deckungsbeitrag pro Stunde sind das rund 54 Stunden im Monat, bevor der erste Euro Gewinn entsteht.
Bei jedem größeren Angebot einmal den Deckungsbeitrag ausrechnen, nicht nur den Preis. Aufträge mit negativem Deckungsbeitrag sind auch bei guter Auslastung schädlich – sie kosten Zeit und Geld gleichzeitig.
Ein Stundensatz, der die Fixkosten nicht mitträgt, ist zu niedrig, egal wie gut die Auslastung aussieht.
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