Finanzen

Amortisation

Wie lange eine Anschaffung braucht, bis sie sich bezahlt gemacht hat.

Die Amortisationsdauer sagt, nach welcher Zeit eine Investition durch die dadurch erzielten Überschüsse wieder eingespielt ist. Sie ist die einfachste Investitionsrechnung und für kleine Betriebe meist ausreichend.

Die Rechnung

Anschaffungskosten geteilt durch den jährlichen Überschuss aus der Investition. Eine Maschine für 12.000 Euro, die jährlich 4.000 Euro zusätzlichen Deckungsbeitrag erwirtschaftet oder einspart, amortisiert sich in drei Jahren.

Was in den Überschuss gehört

Zusätzliche Erlöse und eingesparte Kosten – abzüglich der Folgekosten der Investition: Wartung, Versicherung, Energie, Finanzierungszinsen. Wer nur die Einsparung rechnet, kommt auf zu kurze Zeiten.

Die Zeitersparnis

Häufig ist der Nutzen keine zusätzliche Einnahme, sondern gesparte Arbeitszeit. Die ist nur dann Geld wert, wenn du die freie Zeit tatsächlich für bezahlte Arbeit nutzt. Bei ohnehin freier Kapazität amortisiert sich nichts.

Die Faustregel

Amortisation deutlich unterhalb der Nutzungsdauer. Ein Gerät mit sechs Jahren Lebensdauer, das sich erst nach fünf Jahren rechnet, ist ein schlechtes Geschäft – jede Reparatur kippt die Rechnung.

Was die Rechnung nicht sagt

Sie ignoriert alles nach dem Amortisationszeitpunkt und blendet Risiken aus. Eine Investition, die sich in zwei Jahren rechnet, aber nur bei einem einzigen Auftraggeber, ist riskanter als die Zahl vermuten lässt.

Praktisch

Vor jeder Anschaffung über 2.000 Euro einmal auf einem Blatt rechnen. Das verhindert die meisten Fehlkäufe.

Angaben ohne Gewähr, keine Steuer- oder Rechtsberatung.

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