Die Einschätzung deiner Zahlungsfähigkeit – beeinflusst Kredite, Leasing und Lieferantenkonditionen.
Bonität ist die Bewertung, wie wahrscheinlich du deine Zahlungsverpflichtungen erfüllst. Auskunfteien wie SCHUFA, Creditreform oder Bürgel sammeln dafür Daten und errechnen Scores.
Zahlungsverhalten, Kredite und deren Bedienung, Kontoführung, gerichtliche Mahnverfahren, Insolvenzen. Bei Unternehmen zusätzlich Bilanz- oder EÜR-Daten, Branche, Alter des Betriebs und Zahlungserfahrungen von Lieferanten.
Als Einzelunternehmer verschmelzen private und geschäftliche Bonität. Ein privater Zahlungsrückstand kann dazu führen, dass ein Lieferant nur noch gegen Vorkasse liefert oder ein Leasingantrag abgelehnt wird.
Einmal jährlich hast du Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie nach DSGVO. Die sollte man nutzen – Fehleinträge sind häufiger, als man denkt, und werden auf Widerspruch korrigiert. Erledigte Forderungen müssen als erledigt vermerkt sein.
Rechnungen pünktlich zahlen. Konten nicht dauerhaft überziehen. Nicht mehrere Kreditanfragen parallel stellen – als Konditionsanfrage statt Kreditanfrage gestellt, wirken sie sich nicht negativ aus. Alte, nicht genutzte Konten und Karten schließen.
Vor größeren Aufträgen mit unbekannten Kunden lohnt eine Bonitätsauskunft. Sie kostet wenige Euro und ist deutlich billiger als ein Forderungsausfall. Bei auffälliger Auskunft: Anzahlung verlangen oder ablehnen.
Bonität ist ein Vermögenswert, den man erst bemerkt, wenn er fehlt. Aufbau dauert Jahre, Beschädigung geht in Wochen.
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