Finanzen

Bonität

Die Einschätzung deiner Zahlungsfähigkeit – beeinflusst Kredite, Leasing und Lieferantenkonditionen.

Bonität ist die Bewertung, wie wahrscheinlich du deine Zahlungsverpflichtungen erfüllst. Auskunfteien wie SCHUFA, Creditreform oder Bürgel sammeln dafür Daten und errechnen Scores.

Was einfließt

Zahlungsverhalten, Kredite und deren Bedienung, Kontoführung, gerichtliche Mahnverfahren, Insolvenzen. Bei Unternehmen zusätzlich Bilanz- oder EÜR-Daten, Branche, Alter des Betriebs und Zahlungserfahrungen von Lieferanten.

Warum es dich betrifft

Als Einzelunternehmer verschmelzen private und geschäftliche Bonität. Ein privater Zahlungsrückstand kann dazu führen, dass ein Lieferant nur noch gegen Vorkasse liefert oder ein Leasingantrag abgelehnt wird.

Die eigene Auskunft

Einmal jährlich hast du Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie nach DSGVO. Die sollte man nutzen – Fehleinträge sind häufiger, als man denkt, und werden auf Widerspruch korrigiert. Erledigte Forderungen müssen als erledigt vermerkt sein.

Was die Bonität verbessert

Rechnungen pünktlich zahlen. Konten nicht dauerhaft überziehen. Nicht mehrere Kreditanfragen parallel stellen – als Konditionsanfrage statt Kreditanfrage gestellt, wirken sie sich nicht negativ aus. Alte, nicht genutzte Konten und Karten schließen.

Die andere Seite

Vor größeren Aufträgen mit unbekannten Kunden lohnt eine Bonitätsauskunft. Sie kostet wenige Euro und ist deutlich billiger als ein Forderungsausfall. Bei auffälliger Auskunft: Anzahlung verlangen oder ablehnen.

Praktisch

Bonität ist ein Vermögenswert, den man erst bemerkt, wenn er fehlt. Aufbau dauert Jahre, Beschädigung geht in Wochen.

Angaben ohne Gewähr, keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Wo das eine Rolle spielt

Verwandte Begriffe

Mehr aus Finanzen:
Forderungsausfall · Mikrokredit · Leasing · Liquidität · Geschäftskonto · Bürgschaft

Ausführliche Artikel stehen im Wissenszentrum, die Zahlen rechnest du in den Rechnern direkt durch.

← Alle Begriffe