Die Kosten, die auch im auftragslosen Monat anfallen – und den Mindestumsatz bestimmen.
Fixkosten fallen unabhängig vom Auftragsvolumen an. Sie laufen im vollen Monat genauso wie im leeren. Deshalb bestimmen sie, wie viel Umsatz du mindestens brauchst, bevor überhaupt etwas übrig bleibt.
Versicherungen, Fahrzeugleasing oder -kredit, Kfz-Steuer und -Versicherung, Telefon und Internet, Software-Abos, Kammerbeiträge, Steuerberater, Miete für Lager oder Büro, Krankenversicherung, Altersvorsorge.
Die privaten Fixkosten gehören in dieselbe Rechnung – Wohnung, Strom, Lebensmittel, Kredite. Der Betrieb muss beides tragen.
Summiere alle betrieblichen und privaten Fixkosten eines Monats. Das ist der Betrag, den du erwirtschaften musst, bevor der erste Euro Gewinn entsteht – vor Steuern. Bei 3.200 Euro Fixkosten und einem Deckungsbeitrag von 45 Euro pro Stunde brauchst du gut 70 verrechenbare Stunden, nur um bei null zu landen.
Einzeln wirken 19 Euro im Monat harmlos. Zehn davon sind 2.280 Euro im Jahr. Software-Abos, Portale, Mitgliedschaften und Leasingverträge summieren sich unbemerkt, weil sie automatisch abgehen. Einmal jährlich alle Daueraufträge und Lastschriften durchgehen – dabei fällt regelmäßig ein Viertel weg.
Wo möglich, Kosten variabel halten: Werkzeug mieten statt kaufen, Fremdleistung statt Festanstellung, Coworking statt Mietvertrag. Niedrige Fixkosten sind der beste Schutz gegen schwache Monate – und sie erlauben es, Aufträge abzulehnen, die zu schlecht bezahlt sind.
Einmal im Jahr, am besten zusammen mit der Steuererklärung.
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