Finanzen

Eigenkapital

Das Geld, das dir selbst gehört – Puffer gegen schlechte Monate und Grundlage jeder Finanzierung.

Eigenkapital ist der Teil des Vermögens, der nicht durch Schulden finanziert ist. Bei einem Einzelunternehmen ist es die Differenz zwischen dem, was der Betrieb besitzt, und dem, was er schuldet.

Wie es entsteht

Durch Einlagen aus dem Privatvermögen und durch nicht entnommene Gewinne. Es sinkt durch Entnahmen und Verluste. Wer jeden Monat alles entnimmt, baut nie Eigenkapital auf – auch bei gutem Gewinn.

Warum es zählt

Es puffert schwache Monate ab, ohne dass ein Kredit nötig wird. Es ermöglicht Investitionen ohne Fremdfinanzierung. Und es ist die Kennzahl, auf die Banken zuerst schauen.

Die Eigenkapitalquote

Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme. Bei kleinen Dienstleistungsbetrieben ohne großes Anlagevermögen ist die Aussagekraft begrenzt – bei einem Betrieb mit Fahrzeugen und Maschinen dagegen erheblich. Unter 20 Prozent wird es bei Banken schwierig.

Der Aufbau

Ein fester monatlicher Entnahmebetrag, der unter dem durchschnittlichen Gewinn liegt. Was darüber hinaus anfällt, bleibt im Betrieb. Das ist unspektakulär und die einzige Methode, die funktioniert.

Die Zielgröße

Als Faustregel drei bis sechs Monatsausgaben – betrieblich und privat – als jederzeit verfügbare Reserve. Wer die hat, kann Aufträge ablehnen, verhandeln und ruhig schlafen. Das ist der eigentliche Wert.

Die Verwechslung

Eigenkapital ist nicht der Kontostand. Wer 12.000 Euro auf dem Konto hat, davon aber 7.000 Euro Umsatzsteuer und Steuerrücklage schuldet, hat 5.000 Euro.

Angaben ohne Gewähr, keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Wo das eine Rolle spielt

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