Verkauf offener Forderungen gegen sofortige Auszahlung – schnell, aber nicht billig.
Beim Factoring verkaufst du deine Rechnungen an einen Dienstleister und bekommst den Betrag sofort, abzüglich einer Gebühr. Der Factor kümmert sich um den Einzug und trägt beim echten Factoring auch das Ausfallrisiko.
Du reichst die Rechnung ein, bekommst binnen ein bis zwei Tagen typischerweise 80 bis 90 Prozent ausgezahlt. Der Rest folgt, wenn der Kunde gezahlt hat, abzüglich der Gebühr.
Üblich sind ein bis vier Prozent des Rechnungsbetrags, je nach Volumen, Bonität der Kunden und Laufzeit. Bei einer Rechnung über 5.000 Euro sind das 50 bis 200 Euro – für zwei bis vier Wochen früheres Geld.
Bei starkem Wachstum, wenn die Vorfinanzierung neuer Aufträge die Liquidität übersteigt. Bei langen Zahlungszielen großer Auftraggeber. Bei saisonalen Spitzen mit hohem Materialeinsatz.
Als Dauerlösung bei strukturell zu knapper Marge. Wer Factoring braucht, um laufende Kosten zu decken, hat kein Liquiditäts-, sondern ein Kalkulationsproblem. Die Gebühr verschärft es dann noch.
Beim echten Factoring trägt der Factor das Ausfallrisiko – teurer, aber der eigentliche Zweck. Beim unechten bleibt das Risiko bei dir; das ist wirtschaftlich eher ein Kredit.
Viele Anbieter verlangen Mindestvolumina. Für Einzelunternehmer mit kleinen Rechnungen ist Factoring oft nicht verfügbar oder unverhältnismäßig teuer. Anzahlungen, Abschlagszahlungen und kurze Zahlungsziele erreichen denselben Effekt, ohne etwas zu kosten.
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