Selbstständigkeit mit fertigem Konzept und fremder Marke – gegen Gebühren und Vorgaben.
Beim Franchise übernimmst du ein erprobtes Geschäftskonzept samt Marke, Verfahren und Unterstützung. Du bleibst rechtlich selbstständig, bist aber vertraglich an Vorgaben gebunden.
Ein eingeführter Name, ein durchgerechnetes Konzept, Einkaufskonditionen, Schulung, Marketing und meist Gebietsschutz. Das senkt das Anfangsrisiko und verkürzt die Anlaufzeit erheblich.
Eine Eintrittsgebühr, häufig vier- bis fünfstellig. Laufende Franchisegebühren, meist als Prozentsatz vom Umsatz. Oft zusätzlich eine Werbeumlage. Dazu Pflichten zum Bezug bestimmter Waren oder Systeme.
Umsatzbezogene Gebühren sind der kritische Punkt: Sie fallen auch an, wenn deine Marge schlecht ist.
Vor Vertragsschluss besteht eine vorvertragliche Aufklärungspflicht. Verlange belastbare Zahlen bestehender Partner, nicht Modellrechnungen. Sprich mit mindestens drei aktiven Franchisenehmern – und mit einem, der ausgestiegen ist.
Üblich sind fünf bis zehn Jahre. Prüfe nachvertragliche Wettbewerbsverbote: Wer nach dem Ausstieg zwei Jahre nicht in seiner Branche arbeiten darf, hat ein Problem.
Für Menschen, die operativ arbeiten wollen, ohne ein Konzept selbst zu entwickeln. Wer eigene Ideen umsetzen will, ist im Franchise falsch – die Vorgaben sind der Kern des Systems, nicht ein Nebenaspekt.
Rechne die Gesamtkosten über fünf Jahre gegen den geschätzten Vorteil gegenüber einem Eigenaufbau. Bei einfachen Dienstleistungen mit niedrigen Eintrittshürden fällt der Vergleich häufig gegen das Franchise aus.
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