Was der Start tatsächlich kostet – meist weniger als befürchtet, aber selten das, was man einplant.
Gründungskosten sind alle Ausgaben bis zur Aufnahme der Tätigkeit. Bei einem Dienstleistungsbetrieb ohne Ladenlokal sind sie überschaubar – der eigentliche Kapitalbedarf entsteht danach.
Gewerbeanmeldung 20 bis 60 Euro. Betriebshaftpflicht 150 bis 400 Euro im Jahr. Grundausstattung an Werkzeug oder Technik, je nach Beruf 200 bis mehrere tausend Euro. Fahrzeug, sofern nötig. Arbeitskleidung. Visitenkarten und einfache Website 100 bis 800 Euro. Erstberatung oder Steuerberater-Setup 0 bis 500 Euro.
Die eigene Lebenshaltung in der Anlaufzeit. Miete, Essen, Versicherungen laufen weiter, während die ersten Rechnungen noch nicht bezahlt sind. Realistisch sind drei bis sechs Monatsbudgets als Reserve – das ist meist der größte Einzelposten und der, den kaum jemand einplant.
Ausgaben vor der Gewerbeanmeldung sind absetzbar, wenn ein klarer Zusammenhang zur späteren Tätigkeit besteht. Belege also von Anfang an sammeln, auch vor dem offiziellen Start. Das gilt auch für die Vorsteuer, sofern du zur Regelbesteuerung optierst.
Gebrauchtes Werkzeug, gebrauchtes Fahrzeug, Website erst nach den ersten Aufträgen, kein Büro solange es ohne geht. Was du am Anfang nicht ausgibst, musst du später nicht erwirtschaften.
Bei der Haftpflicht, bei ordentlichem Werkzeug für die Kerntätigkeit und bei der eigenen Reserve. Alle drei sind der Unterschied zwischen einem schlechten Monat und dem Ende.
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